Südtirol

Grüne Täler und beschneite Berggipfel sind Anfang Mai eine herkömmliche Kulisse für unsere Tour. Leichte Sonnenstrahlen, frische Luft und die ersten Frühlingsflüge der Insekten begleiten uns.

suedtirol_hoehendiagram

tage 4Tage distanz 249KM hoehe 6866HM schoenheit 5/5

Anfang Mai ist für Südtirol und fürs Radfahren sicher eine gute Zeit. Die Straßen, Dörfer und Städte sind fast menschenleer, jedoch sind die Temperaturen zum Radfahren sehr angenehm und die Natur  sehr wechselhaft/spannend/herausfordernd.

In den Italienischen Städten muss man sich an die Öffnungszeiten der Betriebe gewöhnen. Non-stop bedeutet ZB “immer außer zu Mittag (drei Stunden Pause) geöffnet”.

Eines unserer Ziele das schon seit langer Zeit in unseren Köpfen schwirrt ist der wunderschöne Pragser Wildsee. Wir fahren mit der ÖBB direkt von Wien nach Innichen (zwar mit einer ungemütlichen lauten Nacht am Bahnsteig, da wir erst am Morgen von dort die weitere Verbindung nach Innichen haben). An der Grenze zu Südtirol steigen wir um in einen italienischen Zug. Von dort aus ist es nicht mehr weit zum Wildsee. Auf kleinen Waldwegen (man kann auch die Strasse nehmen) geht es dahin bis uns der Wildsee in vielen Grüntönen entgegen strahlt. So schön, leider ist es etwas nebelig, doch mit einer Erdbeertorte geniessen wir die Ruhe und die Aussicht.

Wieder einmal durchfahren wir die schöne kleine Stadt Cortina d Ampezzo und pausieren in einem Cafee mit echter italienischen heissen Schokolade. Von dort  überqueren wir den noch Schneebedeckten Passo Falzarego der auf 2000m Seehöhe liegt. Die dicke Winterjacke brauche ich nur beim Bergabfahren. Die Natur ist so wechselhaft und abwechslungsreich, daher mag ich den Frühling und den Herbst so sehr. Im Tal begleiten uns schon die ersten Bienen und am Pass noch die eine oder andere Schneeflocke.

Wir campen im Tal, da es dort in der Nacht doch noch etwas wärmer ist, auf einer Anhöhe mit wunderschöner Aussicht auf die noch schneebedeckten Berggipfel.

TIPP: Im Deutschsprachigen Teil Südtirols fahren wir zufällig durch das Städtchen St. Vigil und bewundern die einzigartige Atmosphäre und die hervorragend renovierte Stadtmitte. Die hügelige Landschaft rundherum schimmert in Löwenzahn-Gold.

Nach Österreich queren wir den Staller Sattel 2052m. Die Straße ist schon Schneefrei, der Sattel befindet sich jedoch noch in einer Wintersperre – unter dem Pass sehen wir schon andere Mountainbiker,  die uns berichten,  dass die Überquerung trotzdem möglich ist.  Wir befahren die Pass Straße ganz ohne Verkehr. Eine ganze Passstrasse nur für uns, das hat schon was! Nach Österreich rollen wir dann ca. 2h hinab ins Tal zum Iselfluss und Campieren kurz vor Lienz direkt am Flussbett. Am nächsten Tag packen wir unsere Laufrucksäcke aus und nützen die Zeit, um auf den Hochstein wieder auf 2000m hinauf zu laufen :) und innerhalb von ca. 10km geht es dann wieder 1500hm hinab nach Lienz – die Wadeln brennen, und bevor es wieder mit der ÖBB nach Wien zurück geht, füllen wir unsere hungrigen Bäuche noch am schönen Hauptplatz in Lienz.

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